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Arbeitsgedächtnis – Wie wichtig ist es?

Wussten Sie, dass die Leistung des Arbeitsgedächtnisses entscheidender ist, als ein hoher IQ

Das Arbeitsgedächtnis ist eine kognitive Fähigkeit, mit der Sie geistige Aktivitäten durchführen können. Dazu zählen etwa das Denken, das Erkennen und Lösen von Problemen, das Erinnern, das Planen oder auch die Schlussfolgerung. 

Mit dem Arbeitsgedächtnis nehmen Sie aktuelle Informationen auf, verarbeiten diese und speichern sie über einen gewissen Zeitraum. Mit einem guten Arbeitsgedächtnis können Sie sich besser konzentrieren und störende „Ablenkreize“ einfacher ausblenden. 

Zusammenfassend kann das Arbeitsgedächtnis als Summe aller aktuellen und aktiven Prozesse verstanden werden. Die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses ist allerdings begrenzt.

Glücklicherweise kann diese kognitive Fähigkeit jedoch trainiert werden. Hier finden Sie heraus, wie das geht und erfahren alle wichtigen Einzelheiten über das Arbeitsgedächtnis.

Die Funktion des Arbeitsgedächtnisses

Frau am Schreibtisch, der es einfach fällt zu lernen, da ihr Arbeitsgedächtnis gut funktioniert

Das Arbeitsgedächtnis zählt zu einem essentiellen Teil unseres Gehirns. Es gehört zu den sogenannten Mehrspeichersystemen und übernimmt eine Fülle von kognitiven Aufgaben.

Ein Mehrspeichersystem wie das Arbeitsgedächtnis besteht aus mehreren Bereichen, die jeweils zusammenarbeiten. Grundsätzlich kann man sagen, dass das Arbeitsgedächtnis alle Informationen und Eindrücke, die wir aufnehmen, zwischengespeichert, auswertet und bearbeitet.

Um diese Aufgabe zu erfüllen, bedient und steuert das Arbeitsgedächtnis eine Vielzahl von kognitiven Fähigkeiten. Dazu gehören unter anderem:

Alle mentalen Leistungen, bei denen es um die Verarbeitung und Veränderung von Informationen im Kopf geht, werden also vom Arbeitsgedächtnis übernommen. Folglich lässt sich sogar Alltagsstress reduzieren, wenn das Arbeitsgedächtnis trainiert wird.

Arbeitsgedächtnis Beispiele

Konkrete Beispiele sind unter anderem: 

  • Das Merken von Informationen in einem Gespräch und anschließendes Eingehen auf das Gesagte
  • Neu gelernte Konzepte mit bereits vorhandenem Wissen integrieren
  • Zwischenspeichern von Informationen. Werden wir bei einer Tätigkeit unterbrochen, z.B. einem Telefonanruf, können wir danach die Arbeit wieder an der gleichen Stelle fortsetzen, wenn unser Arbeitsgedächtnis gut ist.

Was ist der Unterschied zwischen Arbeitsgedächtnis und Kurzzeitgedächtnis?

Früher gingen Forscher davon aus, dass dieser Teil des Gedächtnisses nicht trainierbar, also statisch sei. Daher wurde der Begriff Kurzzeitgedächtnis verwendet. 

Ist die Kapazität erschöpft, entsteht Stress. Aufgrund immer besser werdender Technologien und dem daraus resultierenden besseren Verständnis der menschlichen Kognition konnten Wissenschaftler jedoch feststellen, dass sich das Arbeitsgedächtnis durch gezieltes Training verbessern lässt.

Der Begriff Kurzzeitgedächtnis ist demnach ein Relikt aus der Zeit, als das Wissen über unsere Gehirnfunktionen noch beschränkt war. Dennoch wird er bis heute allgemein verwendet. Mittlerweile werden diesem Teil des Gedächtnisses jedoch weitere Funktionen zugesprochen und es wird als Arbeitsgedächtnis verstanden. 

Das Limit des Arbeitsgedächtnisses

Obwohl es zahlreiche Aufgaben übernimmt, hat das Arbeitsgedächtnis eine sehr begrenzte Kapazität. Wer die volle Leistung seines Arbeitsgedächtnisses nutzen möchte, sollte versuchen, dessen Kapazität zu erhöhen. 

Wird die Kapazität nämlich erreicht, löscht das Arbeitsgedächtnis aktive Gedankengänge, um wieder in der Lage zu sein, mehr Informationen aufzunehmen und zu bearbeiten.

Ein gut ausgeprägtes Arbeitsgedächtnis ist deshalb sehr wichtig. Es sorgt dafür, dass weniger Dinge vergessen werden und sich die Auffassungsgabe allgemein verbessert.

Was bedeutet ein schlechtes Arbeitsgedächtnis?

Ein schlechtes Arbeitsgedächtnis bedeutet, dass aufgenommene Informationen schneller wieder verblassen. Dadurch fällt auch das Speichern der Informationen im Langzeitgedächtnis schwerer. Das Resultat sind eine limitierte Auffassungsgabe und Stress.

Wie arbeitet das Arbeitsgedächtnis?

Die Arbeit des Arbeitsgedächtnisses ist, Informationen zwischenzuspeichern, sie abzurufen und zu verarbeiten. So wird neu aufgenommenes Wissen mit bestehendem kombiniert, um Schlüsse ziehen zu können.

Wie lange speichert das Arbeitsgedächtnis?

Das Arbeitsgedächtnis speichert Informationen etwa 20 bis 45 Sekunden. Als Erstes gelangen die Reize in das sensorische Register (auch Ultrakurzzeitgedächtnis). Hier verweilen sie nur wenige Millisekunden. Für Informationen, die länger als 45 Sekunden gespeichert werden, ist das Langzeitgedächtnis verantwortlich. 

Gehirntraining für das Arbeitsgedächtnis

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die beste Möglichkeit, die Funktionen des Arbeitsgedächtnisses optimal zu nutzen, ein professionelles Gehirntraining ist. 

Durch die wiederholte Nutzung im Grenzbereich verbessern Sie Ihr Arbeitsgedächtnis spielerisch. Aufgrund der Personalisierung wird Ihr Gedächtnis zudem stets gefordert und es kommt nicht zu Plateau-Effekten.

Auf NeuroNation bieten wir insgesamt 30 verschiedene Übungen an, um gezielt alle Bereiche des Arbeitsgedächtnisses zu trainieren. Gehirntraining kann nicht nur die kognitiven Fähigkeiten verbessern, sondern sich auch auf Ihr allgemeines Wohlbefinden positiv auswirken.

Zusätzlich gilt es als effektive Methode, um einer Vielzahl kognitiver Erkrankungen entgegenzuwirken. Einen großen Teil unserer Übungen bieten wir jetzt kostenlos an. Probieren Sie es aus!

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