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Gehirnjogging – Sport für ihr Gehirn – Tipps und Übungen

Gehirnjogging -Gehirn joggt auf dem Laufband

Unser Gehirn gehört zu den wichtigsten Organen unseres Körpers. Deshalb sollte es von uns die Aufmerksamkeit bekommen, die es verdient hat. Mit Gehirnjogging können Sie Ihr Gehirn trainieren, was mehrere positive Auswirkungen zur Folge hat.

Aber was steckt hinter dem Begriff “Gehirnjogging”? Wir zeigen Ihnen, worauf es bei diesem speziellen Training ankommt und welche Kriterien für ein effektives Gehirntraining erfüllt sein müssen.

Sie wissen schon, was Gehirnjogging ist? Hier geht es zu den Übungen. 

Was ist Gehirnjogging? Kurz und knapp erklärt

Gehirnjogging, Gehirntraining, Gedächtnistraining: Der Sport für das Gehirn hat viele Bezeichnungen, meistens sind damit aber die gleichen Prozesse gemeint.

Grundsätzlich kann Gehirnjogging als Fitness für das Gehirn verstanden werden. Das Training wird allerdings nicht durch körperliche Anstrengung erzielt, sondern durch Denkaufgaben, die verschiedene kognitive Bereiche fordern. 

Ihr Gehirn kann dabei ähnlich wie ein Muskel verstanden werden, dessen Leistungsfähigkeit sich durch das wiederholte Training steigert. Wird er unterfordert, baut er wieder ab. Regelmäßige Beanspruchung ist also eine Grundvoraussetzung für ein gesundes Gehirn.

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Der Ursprung: Warum ist Gehirnjogging wichtig?

Gehirnjogging ist wichtig, weil mit zunehmendem Alter das Leistungsniveau der kognitiven Fähigkeiten sinkt. Durch regelmäßiges und facettenreiches Training ergibt sich für Sie die Möglichkeit, Ihre mentale Leistungsfähigkeit nachhaltig zu verbessern. 

Das funktioniert in allen Altersgruppen. Die diversen Übungseinheiten sind dazu bestimmt, gezielt Bereiche des Zerebrums (auch Gehirn) zu stärken. Beim Gehirnjogging zielt jede Übung auf eine spezielle kognitive Fähigkeit ab.

Je vielseitiger die Übungen sind und je öfter sie trainiert werden, desto größer und langanhaltender sind auch die Erfolge, die Sie erzielen können.

Diese Art des Trainings ist übrigens keine Erfindung der Neuzeit, sondern existiert bereits seit dem Anfang der Neunziger Jahre. Der deutsche Psychologe Siegfried Lehr verlieh im Jahr 1992 dem Gehirnjogging die Bezeichnung „Mentales Aktivierungstraining“ (MAT).

Formen von Gehirnjogging

Der Begriff Gehirnjogging kommt Ihnen vielleicht bekannt vor. 2007 wurde mit Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging zum ersten Mal ein Gehirnjogging-Spiel für die breite Bevölkerung zugänglich.

Das Spiel für den Nintendo DS war ein voller Erfolg, doch leider erfüllte Dr. Kawashimas Ansatz nicht alle Voraussetzungen für ein effektives Training.

Ebenfalls beliebt, vor allem bei Senioren, sind Logikrätsel, Sudoku, Memory, Kartenspiele, Schach und ähnliche Spiele. Diese dienen der Unterhaltung, werden aber auch mit geistiger Fitness assoziiert. 

Bedauerlicherweise fehlen auch hier bestimmte Kriterien, die im Gehirn für Transfereffekte sorgen. Ohne den richtigen wissenschaftlichen Aufbau kann das Gehirnjogging langfristig nicht die gewünschten Resultate erzielen.

Effektives Gehirnjogging: Das gibt es zu beachten

Damit Sie optimal vom Gehirnjogging profitieren können, gibt es einige Punkte zu beachten. 

Natürlich ist jegliche geistige Anstrengung auch Training für unser Gehirn, allerdings heißt das nicht, dass das Lösen von Kreuzworträtseln am Frühstückstisch genug ist, um unser Gehirn fit zu halten.

Deshalb haben wir die wichtigsten Faktoren für Sie zusammengefasst.

Wissenschaftliche Kooperationen

8 Punkte für effektives Gehirnjogging

Folgende Punkte müssen erfüllt sein, um nachhaltig die Leistungsfähigkeit des Gehirns zu steigern.

1. An den Leistungsgrenzen arbeiten:

Achten Sie stets darauf, ob Ihr Gehirn an seinen Leistungsgrenzen trainiert. Verlassen Sie immer wieder Ihre Komfortzone, um es bestmöglich anzuregen.

2. Die richtige Umgebung aussuchen:

Schalten Sie alle Geräte ab, die Sie unnötig ablenken könnten, wie z.B. Fernseher, Radio und Musik. Am besten klappt das zu Hause in einem ruhigen Zimmer. Lassen Sie sich während der Übungssitzung vollständig auf das Training ein. Tun Sie nichts anderes parallel, sonst kann Ihr Gehirn nur “mit halber Kraft trainieren”.

3. Regelmäßig statt punktuell trainieren:

Trainieren Sie nicht länger als höchstens eine Stunde pro Tag und verteilen Sie das Training gleichmäßig auf die Woche. Wir empfehlen, an drei unterschiedlichen Tagen pro Woche eine Sitzung von ca. 30 Minuten zu absolvieren, Sie können die Intensität allerdings individuell anpassen. Finden Sie den für Sie passenden Rhythmus.

4. Schlaf als wichtigen Baustein erkennen:

Ihr Gehirn wird durch das Training stark angeregt und erhält durch Wiederholung sozusagen den Auftrag, sich weiterzuentwickeln.

Einen Großteil der folgenden Arbeit führt es vor allem aus, während Sie schlafen. Daher ist es für Ihren Erfolg enorm wichtig, dass Sie sich regelmäßig ausreichend Schlaf gönnen.

5. Gesund ernähren, für wichtige Nährstoffe:

Damit das Gehirn auf einem hohen Level operieren kann, benötigt es qualitativ hochwertige Nährstoffe. Die richtige Nahrung für das Gehirn bekommen Sie aus der mediterranen Diät.

6. Misserfolge als Fortschritt verstehen:

Ärgern Sie sich nicht über Misserfolge in den Übungen. Für jeden Erfolg sind viele Misserfolge nötig, die den anschließenden Fortschritt überhaupt erst ermöglichen. Übung macht den Meister. 

7.  Genug Abwechslung:

Das Gehirn besteht aus zwei Gehirnhälften, die in verschiedene Regionen unterteilt sind. Diese Regionen sind zum Teil für bestimmte Fähigkeiten zuständig, zum Teil müssen sie mit anderen Regionen gut vernetzt sein, um Informationen auszutauschen und Prozesse durchführen zu können. Um einen ganzheitlichen Trainingserfolg zu erzielen, müssen unterschiedliche kognitive Fähigkeiten mit unterschiedlichen Übungen trainiert werden.

Durch das Wechseln zwischen verschiedenen Übungen stellen Sie sicher, dass Ihr gesamtes Gehirn gefordert wird. Gleichzeitig sorgt die Abwechslung für einen größeren Trainingserfolg. 

8. Täglich ausreichend bewegen:

Durch tägliche Bewegung regen wir die Gehirnaktivität mit an. So tut Bewegung nicht nur unserem Körper gut, sondern auch unserem Geist. Durch Sport erzielen Sie sogar noch größere Erfolge.

Beachten Sie diese 8 Punkte, werden Sie schnell Fortschritte erzielen und schon bald von einem fitteren Gehirn profitieren. 

Wissenschaftlich fundiertes Gehirnjogging mit der NeuroNation App

In Zusammenarbeit mit Neuropsychologen der Freien Universität Berlin hat NeuroNation eine Gehirnjogging App entwickelt, die alle nötigen Kriterien erfüllt, um hocheffektives Gedächtnistraining zu gewährleisten. 

Es fließen regelmäßig die neuesten Erkenntnisse aus der Wissenschaft und Medizin in die Übungen mit ein. Unsere Aufgabe bei NeuroNation ist es, allen Menschen ein wirksames mentales Training zugänglich zu machen. 

In der App haben wir unsere Übungen in vier Kategorien eingeteilt, die im folgenden Abschnitt vorgestellt werden. 

Die vier Kategorien unseres Gehirns

Jede der vier Kategorien sollte gefördert werden, damit das Gehirnjogging möglichst erfolgreich ist. Manche der über 30 Übungen trainieren dabei gleich mehrere Kategorien unterschiedlich stark.

Die vier Kategorien sind:

Geschwindigkeit: Die Fähigkeit des Gehirns, Informationen schnell zu verarbeiten und abzurufen.

Schlussfolgerndes Denken: Die Fähigkeit, Muster und Zusammenhänge zu erkennen und daraus entsprechende Rückschlüsse zu ziehen.

Gedächtnis: Die Fähigkeit, neue Informationen im Arbeits- und Langzeitgedächtnis zu speichern und wieder abzurufen.

Aufmerksamkeit: Die Fähigkeit, sich auf eine Sache zu konzentrieren und Ablenkungen auszublenden. 

Für den optimalen Trainingseffekt personalisiert die NeuroNation App Ihren Trainingsplan so, dass Ihre Defizite ausgeglichen werden und keine Kategorie vernachlässigt wird.

Gefallen Ihnen manche Übungen besonders gut, können Sie diese Gehirnjogging Aufgaben auch manuell auswählen.

Beispielübungen aus der NeuroNation App

Zum besseren Verständnis haben wir für Sie in jeder Kategorie eine Beispielübung herausgesucht. Hier sehen Sie den Aufbau und die Trainingsmethode der einzelnen Spiele.

Blitzrechner

Kategorie: Geschwindigkeit

Die Übung Blitzrechner trainiert die Fähigkeit, in kurzer Zeit mathematische Rechnungen durchzuführen.

In der Physik wird Leistung als Arbeit pro Zeit definiert. Ähnlich verhält es sich mit mentalen Leistungen. Viele der Rechenaufgaben bei Blitzrechner sind einfach, wenn sie ohne Zeitdruck gelöst werden sollen. Unter Zeitdruck ist der Schwierigkeitsgrad jedoch deutlich höher.

NeuroNation Übung Blitzrechner

Formdreher 

Kategorie: Schlussfolgerndes Denken

Bei der Übung Formdreher wird Ihre Fähigkeit zur mentalen Rotation trainiert. Diese Fähigkeit wird in der Neuropsychologie unter anderem durch den mentalen Rotationstest (MRT) erfasst. 

Die Ausprägung der mentalen Rotationsfähigkeit variiert von Person zu Person, allerdings konnten Studien nachweisen, dass sie durchaus trainierbar ist. 

Übung Formdreher

Zahlenkönig

Kategorie: Gedächtnis

Die Übung Zahlenkönig trainiert gleichzeitig zwei im Alltag wichtige Komponenten.

Zum einen werden die Grundrechenarten trainiert, zum anderen die Gedächtnisleistung

Somit ist die Übung multimodal, indem sie verschiedene Aspekte trainiert. Laut dem Gehirntrainingsexperten Professor Falkenstein ist Multimodalität eine Voraussetzung dafür, dass Gehirntraining wirksam ist. 

Multimodales Training wurde unter anderem in der sogenannten Dortmunder Altersstudie erfolgreich angewendet.

Übung Zahlenkönig

Blitzblick

Kategorie: Aufmerksamkeit

In der Übung Blitzblick müssen in kürzester Zeit Informationen erfasst und ähnliche Informationen voneinander unterschieden werden. 

Die schnelle Erfassung und Organisation visueller Informationen nimmt in der Regel im Alter ab und gilt als einer der Gründe für eine erhöhte Unfallwahrscheinlichkeit im Straßenverkehr mit zunehmendem Alter.

Studien zeigen jedoch auch hier, dass die Fähigkeit durch Training wieder gesteigert werden kann.

Übung Blitzblick

Gehirnjogging ist in jedem Alter relevant

Dass Sie sich über Gehirnjogging informieren, bedeutet, dass Sie sich bereits über die Relevanz im Klaren sind. Das Gehirn will gefordert werden, und bei zu geringer Auslastung schreitet der altersbedingte Abbau schneller voran.

Egal welcher Altersgruppe Sie angehören: Gehirnjogging hat für Sie immer Vorteile.

Gehirnjogging für Kinder

Für Kinder ist Gehirnjogging deswegen interessant, weil so bereits in der Entwicklung kognitive Fähigkeiten stärker gefördert werden. Das kann zu besseren Leistungen in der Schule führen.

Die Konzentrationsfähigkeit sowie die Merkfähigkeit werden verbessert. Für Kinder ist besonders die Förderung der fluiden Intelligenz interessant. Dadurch kann die Welt schon im frühen Alter besser verstanden werden. Dies wiederum wirkt sich auf den gesamten Lebensweg ihres Kindes, sowohl beruflich als auch privat, positiv aus.

Gehirnjogging als Erwachsener

Auch bei Erwachsenen, die sich ihrer vollen Gesundheit erfreuen, ist Gehirnjogging eine beliebte Tätigkeit, um geistig fit zu bleiben, beziehungsweise um das volle kognitive Potenzial auszuschöpfen.

Mit einer gesteigerten mentalen Leistungsfähigkeit können sich einige Vorteile bei Erwachsenen einstellen: 

  • Erhöhte Konzentrationsfähigkeit
  • Schnellere Auffassungsgabe
  • Besseres Gedächtnis (Merkfähigkeit steigt)
  • Bessere Leistungen im Studium
  • Gesteigerte Effizienz sowie verbesserte Leistung bei der Arbeit
  • verlangsamter Abbau der kognitiven Fähigkeiten

Gehirnjogging für Senioren

Für Senioren kann Gehirnjogging besonders wichtig sein. Immer mehr Menschen erkranken im hohen Alter an Demenz. Diese Tendenz setzt sich weiter fort.

Um auch im hohen Alter geistig noch fit zu sein, kann ein aktiver Geist die nötigen Reize setzen, um das Gehirn in Form zu halten. Durch regelmäßiges Training können Sie präventiv einen Puffer aufbauen, der die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken, verringern kann.

Wie sinnvoll ist Gehirnjogging?

Gehirnjogging ist durchaus sinnvoll. Durch das Training des Gehirns erhöhen sich die kognitiven Fähigkeiten merklich, was auch die Leistungsfähigkeit im Alltag signifikant erhöht. 

Gleichzeitig beugen Sie mit Gehirnjogging dem Abbau des Gehirns vor, was gerade für ältere Menschen sehr wichtig ist, damit sie in ihrem Lebensabend noch lange ohne Einschränkungen leben können. 

Fazit: Gehirnjogging hält Ihren Geist fit

Obwohl das Thema Gehirnjogging nicht so weit verbreitet ist, wie regulärer Sport, hat es dennoch einige Vorteile und sollte regelmäßig durchgeführt werden, um mental fit zu bleiben.

Wer seinen Geist regelmäßig trainiert, wirkt so präventiv dem Abbau der kognitiven Fähigkeiten entgegen und genießt länger ein unbeschwertes Leben.  

Zusätzlich macht sich eine Steigerung der Intelligenz bemerkbar, die im Alltag und Beruf einen großen Unterschied machen kann. 

Starten Sie jetzt mit unserem Gehirnjogging und bauen Sie eine neue positive Gewohnheit auf. 

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