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Was bedeutet kognitiv und was sind kognitive Einschränkungen?

Wissen Sie, was man unter kognitiven Einschränkungen versteht? Dies ist einfach zu beantworten, unter kognitiven Einschränkungen versteht man Einbußen der geistigen Leistungsfähigkeit. Konkret kann sich dies mit Störungen in der Wahrnehmung, im Erkennen, im Erinnern, im Denken und im Urteilen bemerkbar machen.

Wie schlimm kognitive Einschränkungen sein können, ist abhängig vom Schweregrad der zugrundeliegenden Ursache. So gibt es Betroffene,  die sich nicht mehr erinnern können, zum Beispiel an Personen oder an den gestrigen Tag, aber auch der Verlust von sogenannten sozialen Fähigkeiten, kann eine Folge sein. Dies macht sich bei den Betroffenen in der Form bemerkbar, dass sie sich immer mehr zurückziehen. Andere Menschen und öffentlichen Veranstaltungen werden von den Betroffenen in der Regel gemieden. Letztlich isolieren sich die Betroffenen Schritt für Schritt von ihrer Umwelt. Besonders schlimm trifft es häufig Familien, denn nicht selten isolieren sich die Betroffenen auch von den eigenen Angehörigen. Gerade wenn die Erkrankung nicht erkannt wird, kann das auf Dauer eine Familie sehr belasten.

Wie äußern sich kognitive Störungen?

Kognitive Einschränkungen können sich natürlich für die Betroffenen auch erheblich auf den Alltag auswirken. Gerade wenn die kognitiven Einschränkungen das Erinnerungsvermögen betreffen, kann es gefährlich werden. So zum Beispiel wenn das Essen auf dem Herd plötzlich vergessen wird. Nicht selten benötigen die betroffenen Menschen für den Alltag  Unterstützung, sei es beim Kochen bzw. generell im Haushalt, bei der Erledigung von Bankgeschäften oder im Umgang mit Behörden. Diese Unterstützung kann durch Familienangehörige oder aber auch durch einen Pflegedienst erfolgen.

Ursachen für kognitive Einschränkungen

Wenn die Rede von kognitive Einschränkungen ist, stellt sich natürlich immer auch die Frage, woher kommen diese? Grundsätzlich gilt: Ursachen für kognitive Einschränkungen kann es viele geben. Zu häufigen Ursachen zählen beispielsweise Schädelhirnverletzungen aufgrund eines Unfalls oder aber auch psychische und neurologische Erkrankungen, wie etwa Alzheimer oder Schlaganfälle. Doch es gibt auch noch eine weitere Ursache, nämlich Intoxikationen. Was vielen nicht bekannt ist, auch ein regelmäßiger Drogenmissbrauch oder der Konsum von anderen Rauschmitteln kann zu kognitiven Einschränkungen führen. Diese Art der Erkrankung ist somit keinesfalls nur in Verbindung mit dem Alter zu sehen, sondern kann zum Beispiel auch jüngere Menschen, aufgrund eines Unfalls oder wie den bereits erwähnten Drogenmissbrauch, treffen.

Was kann man gegen kognitive Störungen machen?

Einschränkungen der Kognition reduzierenKommt es zu kognitive Einschränkungen, stellt sich natürlich immer auch die Frage der Behandlung. In der Regel haben die Einschränkungen an sich, keine auswirkung auf die Lebensdauer eines Menschen. Die zugrunde liegende Krankheit hingegen, kann zu einer Verkürzung der Lebenserwartung führen. Grundsätzlich ist eine Behandlung, sowohl mit Medikamenten als auch mit speziellen Trainings möglich. Doch für den Erfolg der Behandlung ist die Zeit maßgeblich. Umso früher die kognitiven Einschränkungen festgestellt werden, umso schneller kann die Behandlung starten. Doch kognitive Einschränkungen sind nicht immer leicht zu erkennen, denn die Betroffenen merken meist erst mal nichts davon oder verdrängen erste Anzeichen. Und auch den Familienangehörigen fallen Veränderungen in der Regel erst sehr spät auf und nicht selten werden Vergesslichkeit oder eine fehlende Orientierung auf das Alter geschoben.

Besteht der Verdacht, dass man unter kognitive Einschränkungen leidet, kann dieses von einem Arzt mit relativ einfachen Testverfahren nachgewiesen werden. Zum Nachweis der kognitiven Einschränkungen werden zum Beispiel von einem Arzt einfache Verhaltenstests durchgeführt. Hierbei wird dann beispielhaft nach den Namen der Familienangehörigen gefragt. Wurden die Einschränkungen durch einen Arzt festgestellt, ist wie bereits erwähnt eine Behandlung mit Medikamenten möglich. Wobei man grundsätzlich die Einschränkungen mit Medikamenten nicht unterdrücken kann. Eine Behandlung mit Medikamenten macht vielmehr Sinn, wenn die kognitiven Einschränkungen in Schüben auftreten. Verschlechtert sich der geistige Zustand schlagartig, zum Beispiel in Form von Orientierungslosigkeit, kann man diesen Schub mit Medikamenten abmildern. In einem solchen Fall kann eine sogenannte immunmodulatorische Therapie vorgenommen worden. Konkret werden hierbei unter anderem die Medikamente Interferonbeta 1a und 1b bei den Betroffenen verwendet.

Was ist kognitives Training?

Eine weitere und wesentlich wirkungsvollere Behandlungsmöglichkeit ist das kognitive Training. Je nachdem, wie und mit welchem Schweregrad sich die Einschränkungen beim Betroffenen bemerkbar machen, erfolgt das Training. Gibt es zum Beispiel Probleme im Bereich des Erinnerungsvermögens, werden bei einem kognitiven Training anhand von Familienbildern, die Namen von den Familienangehörigen und Freunden geübt. Auch werden mit den Betroffenen Lebensereignisse besprochen und rekapituliert. Damit soll verhindert werden, dass die Einschränkungen zu einem dauerhaften Verlust der Erinnerungen führen. Denn nicht selten ist gerade der Verlust des Erinnerungsvermögens auch mit dem Verlust der eigenen Persönlichkeit verbunden. Derartige Situation kann häufig mit einem Kognitionstraining verhindert oder aber verlangsamt werden.

Als weiteres Beispiel, wird von einem Betroffenen der Umgang mit anderen Menschen infolge der kognitiven Einschränkung vermieden. So wird beim Training bewusst, aber auch behutsam der Kontakt zu anderen Menschen gesucht. So soll einer Vereinsamung vorgebeugt werden.

Kognitive Einschränkungen personalisiert behandeln

Diese zwei Beispiele über den Ablauf eines kognitiven Trainings zeigen, welche Ansätze ein kognitives Training verfolgen kann. Das Training wird immer auf den Betroffenen und den Schweregrad der Einschränkung abgestimmt. Nur so ist garantiert, dass es auch die gewünschte Wirkung bei den Betroffenen hat.

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