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Teilleistungsstörungen sind nicht zu unterschätzen

Unter einer Teilleistungsschwäche oder Teilleistungsstörung wird eine erhebliche Leistungsminderung gesehen, die nicht durch die allgemeine Minderung der Intelligenz, offensichtliche Erkrankungen, mangelnde Förderung oder einer neurologischen Erkrankung zu erklären ist. Die Ursache einer Teilleistungsstörung ist noch nicht ausreichend erforscht.

Eine Teilleistungsstörung muss behandelt werden

Erwiesen ist aber, dass es sich um Reizverarbeitungsschwächen im Gehirn handelt. Die Reize werden durch die Umwelt aufgenommen und über unterschiedliche Wahrnehmung über das Rückenmark bis in das Gehirn weitergeleitet. Diese Informationen können nicht mehr richtig verarbeitet werden, wenn die verschiedenen Nervenverbindungen des Gehirns die Funktion, das natürliche Weiterleiten des Reizes nicht übernehmen kann. Diese Weiterleitung wird einfach fehlgeleitet. Sollte den Lehrern oder den Eltern auffallen, dass ein Schulkind in Mathematik oder Deutsch große Schwierigkeiten hat, ansonsten aber gut mit dem Lernstoff mitkommt, kann das auf eine Teilleistungsstörung  hinweisen. Umso früher diese Teilleistungsstörung festgestellt wurde, umso besser kann dem Betroffenen geholfen werden. Nachhilfestunden und Übungen sind alleine nicht ausreichend. Wichtig ist nach einer eingehenden Beratung eine fachkundige Hilfe.

Mögliche Formen der Teilleistungsschwäche

Eine Teilleistungsstörung kann sehr unterschiedlich ausfallen. Zum Beispiel kann sie als rezeptive Sprachstörung vorkommen und zeigt sich als Entwicklungsstörung der Sprache und des Sprechens. Außerdem taucht sie bei den schulischen Fertigkeiten beim Lesen, bei der Rechtschreibung und beim Rechnen auf. Motorische Funktionen  sind ebenfalls ein Teilbereich und sind entwicklungsbedingt. Entwicklungsstörungen können bei Kindern nicht nur einzeln, sondern auch kombiniert auftreten. Nach einer einfachen Artikulationsstörung tritt häufig als Folge eine Lese- und Rechtschreibschwäche auf. Eine expressive und rezeptive Sprachstörung bringt eine Lese- und Rechtschreibstörung mit sich. Entwicklungsstörungen im Bereich der motorischen Funktionen (Dyspraxie) sind häufig durch Probleme beim Gleichgewichtssinn, bei der Grob- und Feinmotorik und Koordinationsprobleme der erkennbar. Infolge einer Teilleistungsstörung können zusätzlich verschiedene Verhaltensprobleme auftreten. Sie haben immer eine negative Auswirkung auf das Selbstbewusstsein der Betroffenen.

Folge-Probleme bei einer Teilleistungsstörung

Wichtig für eine umfassende Behandlung der Betroffenen ist eine frühzeitige Erkennung durch Eltern, Erzieher oder Lerntherapeuten. Erst dann können die richtigen Handlungsschritte eingeleitet werden. Da es sich um Erkrankungen infolge einer Teilleistungsstörung handelt, ist eine besondere Sensibilität erforderlich. Eine Behandlung der psychischen Erkrankung und eine erweiterte Diagnostik sind  erforderlich. Für viele Familien ist es schwierig, eine kinder- und jugendpsychiatrische Hilfe zu kontaktieren. Es muss den betroffenen Familien erst bewusst werden, dass kein eigenes Versagen vorliegt und auch keine eigene Begrenzung vorhanden ist. Es geht nur darum, einen fürsorglichen und umsichtigen Umgang mit den Kindern zu pflegen in Kombination mit einer professionellen Anfrage von interdisziplinären Kompetenzen. Weitere mögliche Folgen einer Teilleistungsstörung sind:

  • Schulangst
  • keine schulische Motivation bis hin zu einer Leistungsverweigerung
  • Mangelndes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, Depressionen
  • sozialer Rückzug bis hin zur Ausseitenposition
  • Konzentrationsschwäche, Zappelei, innere Unruhe, hyperaktives Verhalten
  • Geringe Belastbarkeit und leichte Erregbarkeit, Aggressivität
  • Psychosomatische Störungen wie z. B. Bauch- und Kopfschmerzen, Einnässen

Häufig wird den betroffenen Kindern trotz überdurchschnittlicher Intelligenz keine adäquate Schullaufbahn zu Teil. Ein andauernder Misserfolg führt oft zu schwerwiegenden seelischen Erkrankungen. Auffällige Verhaltensstörungen und Depressionen belasten die familiäre Situation. Eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist nur bedingt möglich.

Die richtige Diagnose

Eine Diagnose erfolgt unter anderem, in dem durch ein standardisiertes psychologisches Verfahren auf der einen Seite die schulischen Leistungen und zum anderen die Intelligenz gemessen wird. Bei einer positiven Diagnose, ist die schulische Leistung in der Regel schlechter als die Intelligenz es erwarten lässt. Außerdem muss die Leistung des Betroffenen in einem unterdurchschnittlichen Bereich liegen. Die Grundintelligenz darf hierbei ein bestimmtes Niveau nicht unterschreiten. Je nach Ergebnis des Tests ist zu entscheiden, ob eine Mindestdiskrepanz zu der jeweiligen Intelligenz vorliegt. Es ist für die Diagnose sehr wichtig, in welcher Art und Weise eine Testleistung aus der Intelligenz vorherbestimmt und die Diskrepanz zwischen der Intelligenz und der schulischen Leistung berechnet wurde. Im Wesentlichen gibt es wie unterschiedliche Ansätze: Es gibt die klassische Definition und das Regressionsverfahren, welches vom Programm durchgeführt werden kann.

Unbehandelt führt eine Teilleistungsstörung zu großen Problemen

Ein Irrglaube ist, dass sich eine Teilleistungsstörung und ihre Folgeerscheinungen von alleine auswachsen, wenn das Kind älter wird. Die Problematik verschärft sich bei den Jugendlichen oder Erwachsenen zunehmend. Zu den o. g. angeführten Problemen kommen einige Bereiche hinzu:

  • wenige Berufschancen und dadurch schlechte Verdienstmöglichkeiten
  • geringere soziale Aufstiegsmöglichkeiten
  • häufige Arbeitslosigkeit
  • Mangel an den sozialen Anerkennungen
  • Scham- und Minderwertigkeitsgefühle
  • fehlende soziale und gesellschaftliche Integration
  • eingeschränkte Geschäftsfähigkeit
  • Angst vor Situationen, in denen versagt werden könnte, Panik
  • Ausschluss von wichtigen Informationen
  • Ausschluss vom gesellschaftlichen Leben
  • ein funktionaler Analphabetismus

Um den Kindern also einen normalen Start in das Erwachsenenleben zu ermöglichen, ist eine entsprechende Förderung sehr wichtig. An einigen Schulen findet regelmäßig eine innerschulische Förderung statt (LRS, Dyskalkulie, Legasthenie). Ist diese Voraussetzung nicht gegeben, kann das Kind nach §35a SGB VIII durch das Jugendamt an einer außerschulischen Förderung teilnehmen. Wenn es um die Finanzierung der Förderung geht, benötigen die Jugendämter eine umfassende Diagnostik. Voraussetzung für eine Hilfe bei der Finanzierung ist, dass nach der Antragsstellung durch die Eltern des betroffenen Kindes der Wortlaut des o. g. Paragraphen erfüllt ist. Vorab ist es wichtig, sich bei dem zuständigen Jugendamt über die Begutachtungen der Teilleistungsstörung zu informierten, damit das Kind nicht lästige Doppeltestungen über sich ergehen lassen muss.

Teilleistungsstörung – Ansatzpunkt Gehirtraining

 Studien belegen immer häufiger, dass die Ursache einer Teilleistungsstörung im Arbeitsgedächtnis liegen kann. Genauer bedeutet das, arbeitet das Arbeitsgedächtnis schlecht, kann es zu Dyskalkulie, Leseschwäche und Co kommen. Moderne Programme wie NeuroNation setzen genau an diesem Punkt an. Sie verbessern dieses Gedächtnis und steigern somit die kognitiven Fähigkeiten des Anwenders nachhaltig. Testen Sie das Gedächtnistraining von NeuroNation jetzt unverbindlich und  kostenlos.

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