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Deduktiv oder induktiv? Deduktion und Induktion erklärt

Das Wichtigste auf einem Blick

  • Deduktion und Induktion sind Methoden des logischen Schließens.
  • Deduktion zieht spezifische Schlussfolgerungen von allgemeinen Aussagen, während Induktion allgemeine Schlussfolgerungen von spezifischen Beobachtungen zieht.
  • Deduktion und Induktion werden oft kombiniert, um begründete Schlussfolgerungen zu erzielen.
  • Das Gehirntraining von NeuroNation kann sowohl die Deduktion als auch die Induktion verbessern.
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Deduktives sowie induktives Denken gehören zu dem übergeordneten Bereich der Logik. Beide Denkarten dienen dazu etwas zu erschließen, das man noch nicht weiß, sind dabei allerdings grundverschieden. 

Häufig findet man Aufgaben zum deduktiven oder induktiven Denken in IQ-Tests. Im folgenden Artikel werden Ihnen nun in Kürze die Unterschiede zwischen Deduktion und Induktion erklärt und Tipps geben, mit welchen Übungen Sie diese Fähigkeiten fördern können.

Wie stehen Induktion und Deduktion zueinander?

Deduktion und Induktion sind beide Methoden des logischen Schließens, aber sie unterscheiden sich in ihrer Art und Weise, wie Schlüsse gezogen werden.

Deduktion bezieht sich auf den Prozess, bei dem eine allgemeine Aussage (Regel) verwendet wird, um eine spezifische Schlussfolgerung (Konsequenz) zu ziehen. Dies geschieht durch die Anwendung logischer Regeln auf gegebene Prämissen. Die Deduktion ist ein Top-Down-Prozess, bei dem man von allgemeinen Aussagen zu spezifischen Schlussfolgerungen gelangt.

Induktion hingegen bezieht sich auf den Prozess, bei dem spezifische Beobachtungen oder Erfahrungen verwendet werden, um allgemeine Schlussfolgerungen (Regel) zu ziehen. Induktion ist ein Bottom-Up-Prozess, bei dem man von spezifischen Beobachtungen zu allgemeinen Schlussfolgerungen gelangt.

In der Praxis werden Deduktion und Induktion oft miteinander kombiniert, um zu einer begründeten Schlussfolgerung zu gelangen.

Was ist Deduktion?

Deduktion bedeutet „Ableitung“ oder „Herleitung“ und beschreibt allgemein den Prozess, aus Beobachtungen und Erfahrungen logische Schlüsse abzuleiten.

Das Wort Deduktion kommt aus dem Lateinischen, die Deduktion wird auch als logisches Schließen bezeichnet. Beim deduktiven Denken findet durch das Erkennen einer logischen Regel und einer gegebenen Bedingung eine Schlussfolgerung auf die logische Konsequenz statt.

Aus mindestens 2 Aussagen ist es also möglich, eine neue Aussage abzuleiten. Wenn die 2 Prämissen korrekt angegeben sind, können wahre Schlüsse gezogen werden. Bei dieser Denkart werden keine neuen Erkenntnisse gewonnen. Mit unserer Logikübung Solitaria können Sie das deduktive Denken trainieren.

Was ist deduktives Denken?

Deduktives Denken heißt, logisch zu schließen. Durch das deduktive Denken wird eine logische Regel von unserem Gehirn erkannt und damit eine logische Konsequenz gefolgert. Das heißt, wir schlussfolgern von etwas Allgemeinem auf etwas Konkretes.

Ein Beispiel für die Deduktion – Hermann lebt im Wasser.

Deduktion

Alle Fische leben im Wasser.“ ist die logische Regel. „Mein Goldfisch Hermann ist ein Fisch.“ ist die Bedingung. „Auch Hermann lebt im Wasser.“ ist die logische Konsequenz. Wie Sie sehen, geht das deduktive Denken vom Allgemeinen hin zum Einzelfall.

Was ist Induktion?

Auch dieses Wort stammt aus dem Lateinischen und bedeutet etwa Herbeiführung oder Veranlassung. Die Induktion wird weithin auch als Verallgemeinerung bezeichnet. Unter ihr versteht man die Ableitung einer allgemeinen Regel durch eine oder mehrere Bedingungen. Da aus Einzelfällen abgeleitet wird, ist die Schlussfolgerung möglicherweise nicht wahr, es können aber neue Erkenntnisse gewonnen werden.

Was bedeutet induktives Denken?

Induktives Denken bedeutet die logische Schlussfolgerung von etwas Konkretem auf das Allgemeine. Das heißt, konkrete Erfahrungen werden auf ähnliche Situationen angewandt. Induktives Denken wird auch als verallgemeinerndes Denken bezeichnet.

Ein Beispiel für die Induktion – Leben alle Fische im Wasser?

Induktion

„Hermann lebt im Wasser“ ist die Konsequenz. „Hermann ist ein Fisch“ ist die Bedingung. „Alle Fische leben im Wasser“ ist die daraus abgeleitete Regel. Wie Sie an diesem Beispiel sehen, geht das induktive Denken von einem oder mehreren Fällen hin zum Allgemeinen.

Deduktion und Induktion können zusammen arbeiten

Durch deduktive Verfahren können erstellte Theorien empirisch geprüft werden, wobei durch induktive Verfahren aus empirischen Daten Theorien abgeleitet werden können.

Das schlussfolgernde Denken ermöglicht es uns Menschen, aus einer Ursache die sich daraus ableitende Wirkung zu erkennen und zu verstehen, den Sachverhalt demnach genauer zu erschließen. Darüber hinaus ist es uns mit Hilfe dieser Fähigkeiten möglich, Wirkungszusammenhänge und Regelmäßigkeiten zu erkennen sowie Ähnlichkeiten zu entdecken und Unbekanntes auf bereits Bekanntes zu übertragen.

Deduktives Denken trainieren

Die Grundlage für das deduktive Denken ist die fluide Intelligenz, für die in der Dual-N-Back-Studie ein Trainingskonzept entwickelt wurde, das wir für sie umgesetzt haben. Zusätzlich können wir Ihnen folgende Gehirnjogging-Übungen empfehlen, um Ihr logisches, schlussfolgerndes Denken zu fördern:

Solitaria

⇨ Trainiert: Konzentration / Logisches Denken / Geschwindigkeit / Aufmerksamkeit 

Solitaria eine übung für Deduktives Denken

Fällt es Ihnen leicht, das Muster zu erkennen und zu sehen, welche Figur nicht zu den anderen passt? Wenn ja, spricht dies dafür, dass Ihr logisches Denken stark ausgeprägt ist und Sie gut schlussfolgern können. Der Wissenschaftler John Raven entwickelte bereits 1936 auf diesem Prinzip aufbauend einen eigenen Intelligenztest. Übrigens können Sie durch regelmäßiges Training mit den NeuroNation Übungen Merkfluss und Drehfluss Ihre Leistung in Übungen wie Solitaria zusätzlich verbessern.

Formdreher

⇨ Trainiert: Konzentration / Logisches Denken / Geschwindigkeit / Aufmerksamkeit

Formdreher eine optimale Übung für Induktives denken

Bei der Übung Formdreher wird Ihre Fähigkeit zur mentalen Rotation trainiert. Diese Fähigkeit wird unter anderem durch den Mentalen Rotationstest (MRT) erfasst. Studien konnten nachweisen, dass die Fähigkeit der mentalen Rotation durchaus trainierbar ist.

Spurensuche

⇨ Trainiert: Denkgeschwindigkeit / Logisches Denken / Gedächtnis

Die Übung Spurensuche trainiert sowohl induktion als auch deduktion

Die Herausforderung bei Spurensuche besteht darin, die Wegbeschreibung vor dem geistigen Auge umzusetzen. Gleichzeitig muss der bereits beschrittene Weg kurzzeitig im Arbeitsgedächtnis gespeichert werden. Gehirntraining ist dann wirksam, wenn es auch die Anforderungen des Alltags berücksichtigt. Die Übung Spurensuche ist insbesondere wegen der Alltagsrelevanz entwickelt worden. Sei es eine Wegbeschreibung oder eine Erklärung eines Kollegen, wie ein bestimmtes Problem zu lösen ist – wichtig ist in diesen Fällen, dass ein Problem Schritt für Schritt mental gelöst wird und man sich die bisherigen Zwischenschritte vergegenwärtigt.

Fazit: Sowohl deduktives Denken als auch induktives Denken lässt sich trainieren

Sowohl deduktives Denken als auch induktives Denken tragen zur Fähigkeit des schlussfolgernden Denkens bei. Beide Denkweisen ergänzen sich in ihrer Herangehensweise und helfen uns Menschen, so die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Wollen Sie die Fähigkeit des schlussfolgernden Denkens verbessern, können Sie das mit dem richtigen Training erreichen. Das Gehirntraining von NeuroNation wurde in enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Neuropsychologie entwickelt, damit der größtmögliche Trainingseffekt erzielt werden kann. Ein Teil der Übungen ist dabei völlig kostenlos. Testen Sie das Training noch heute.

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