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Deduktiv oder induktiv? Deduktion und Induktion erklärt

Das deduktive und das induktive Denken gehören zu dem übergeordneten Bereich der Logik. Beide Arten dienen dazu etwas zu erschließen, was man noch nicht weiß, und sind doch sehr unterschiedlich. Häufig findet man Aufgaben zum deduktiven oder induktiven Denken in IQ Tests. Ich möchte Ihnen nun in Kürze die Unterschiede von Deduktion und Induktion erklären und Tipps geben, mit welchen Übungen Sie diese Fähigkeiten fördern können.

Erfahren Sie in diesem Artikel mehr über:
1. Was bedeutet Deduktion?
2. Hermann lebt im Wasser. – Ein Beispiel für die Deduktion
3. Was bedeutet Induktion?
4. Leben alle Fische im Wasser? – Ein Beispiel für die Induktion
5. Wie hängen die Dinge zusammen?
6. Training des schlussfolgernden Denkens

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Was ist Deduktion einfach erklärt?

Das Wort Deduktion kommt aus dem Lateinischen und bedeutet etwa Ableitung oder Herleitung. Die Deduktion wird auch als logisches Schließen bezeichnet. Diese Bezeichnungen liegen darin begründet, weil beim deduktiven Denken durch das Erkennen einer logischen Regel und einer gegebenen Bedingung, eine Schlussfolgerung auf die logische Konsequenz (Wirkung) stattfindet. Aus mindestens 2 Aussagen ist es also möglich, eine neue Aussage abzuleiten. Wenn die 2 Prämissen korrekt angegeben sind, können wahre (oder auch zwingende) Schlüsse gezogen werden. Bei dieser Denkart werden keine neuen Erkenntnisse gewonnen. Mit unserer Logikübung Solitaria können Sie das deduktive Denken trainieren.

Ein Beispiel für die Deduktion – Hermann lebt im Wasser.

Deduktion

Alle Fische leben im Wasser.“ ist die logische Regel. „Mein Goldfisch Hermann ist ein Fisch.“ ist die Bedingung. „Auch Hermann lebt im Wasser.“ ist die logische Konsequenz. Wie Sie sehen, geht das deduktive Denken vom Allgemeinen hin zum Einzelfall.

Was ist induktives Denken?

Auch dieses Wort stammt aus dem Lateinischen und bedeutet etwa Herbeiführung oder Veranlassung. Sie wird weithin auch als verallgemeinerndes Denken bezeichnet. Unter ihr versteht man die Ableitung einer allgemeinen Regel durch eine oder mehrere Bedingungen. Da aus Einzelfällen abgeleitet wird, ist die Schlussfolgerung möglicherweise nicht wahr, allerdings können neue Erkenntnisse gewonnen werden.

Ein Beispiel für die Induktion – Leben alle Fische im Wasser?

Induktion

Hermann lebt im Wasser.“ ist die Konsequenz. „Hermann ist ein Fisch.“ ist die Bedingung. „Alle Fische Leben im Wasser.“ ist die daraus abgeleitete Regel. Wie Sie an diesem Beispiel sehen, geht das induktive Denken von einem oder mehreren Fällen hin zu dem Allgemeinen.

Deduktion und Induktion – wie hängen die Dinge zusammen?

Das schlussfolgernde Denken ermöglicht es uns Menschen, aus einer Ursache die sich daraus ableitende Wirkung zu erkennen und zu verstehen, den Sachverhalt demnach genauer zu erschließen. Darüber hinaus ist es uns mithilfe dieser Fähigkeiten möglich, Wirkungszusammenhänge und Regelmäßigkeiten zu erkennen sowie Ähnlichkeiten zu entdecken und Unbekanntes auf bereits Bekanntes zu übertragen.

Deduktives Schließen trainieren

Die Grundlage für das schlussfolgernde Denken ist die fluide Intelligenz, für die in der Dual-N-Back-Studie ein Trainingskonzept entwickelt wurde, das wir für sie umgesetzt haben. Zusätzlich können wir Ihnen folgende Gehirnjogging Übungen empfehlen, um Ihr logisches schlussfolgerndes Denken zu fördern:

Solitaria

-> Trainiert: Konzentration / Logisches Denken / Schnelligkeit / Aufmerksamkeit 

Fällt es Ihnen leicht, das Muster zu erkennen und zu sehen, welche Figur nicht zu den anderen passt? Wenn ja, spricht dies dafür, dass Ihr logisches Denken stark ausgeprägt ist sie gut schlussfolgern können. Der Wissenschaftler John Raven entwickelte bereits 1936 auf diesem Prinzip aufbauend einen eigenen Intelligenztest. Übrigens können Sie durch regelmäßges Training mit den NeuroNation Übungen Merkfluss und Drehfluss Ihre Leistung in Übungen wie Solitaria zusätzlich verbessern.

Formdreher

-> Trainiert: Konzentration / Logisches Denken / Schnelligkeit / Aufmerksamkeit

Bei der Übung Formdreher wird Ihre Fähigkeit zur mentalen Rotation trainiert. Diese Fähigkeit wird unter anderem durch den Mentalen Rotationstest (MRT) erfasst. Wussten Sie schon: Männer können Objekte circa 0,5 Sekunden schneller in ihrem Kopf rotieren als Frauen. Allerdings konnten Studien nachweisen, dass die Fähigkeit der mentalen Rotation durchaus trainierbar ist.

Spurensuche

-> Trainiert: Denkgeschwindigkeit / Logisches Denken / Schnelligkeit / Gedächtnis

Die Herausforderung bei Spurensuche besteht darin, die Wegbeschreibung vor dem geistigen Auge umzusetzen. Gleichzeitig muss der bereits beschrittene Weg kurzzeitig im Arbeitsgedächtnis gespeichert werden. Gehirntraining ist dann wirksam, wenn es auch die Anforderungen des Alltags berücksichtigt. Die Übung Spurensuche ist insbesondere wegen der Alltagsrelevanz entwickelt worden. Sei es eine Wegbeschreibung oder eine Erklärung eines Kollegen, wie ein bestimmtes Problem zu lösen ist – wichtig ist in diesen Fällen, dass ein Problem Schritt für Schritt mental gelöst wird und man sich der bisherigen Zwischenschritte vergegenwärtigt.

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